Polarlichtbilder 2002 | von Thomas Sävert |
Im Polarlichtjahr 2002 gab es insgesamt 13 Nächte mit in Mitteleuropa sichtbaren Polarlichtern. | |
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No.13/2002: 26./27. November 2002 ![]() © by Peter Broich | Am Abend des 26. November traf kurz nach 21 Uhr MEZ eine recht ausgeprägte Schockfront auf das Erdmagnetfeld. Gegen 22:30 Uhr gab es eine Sichtung aus dem Bergischen Land, zum frühen Morgen dann eine mutmaßliche Sichtung auch weiter südlich in Mainz. Ursache für dieses Polarlichtereignis war vermutlich ein Flare am 24. November. Bilder dieses Ereignisses: Kürten, Bergisches Land von Peter Broich Daun, Eifel von Ulrich Rieth (nicht sicher PL) |
No.12/2002: 20./21. November 2002 ![]() © by Wolfgang Hamburg | Am Abend des 20. November war vor allem im Nordosten Deutschlands das 12. Polarlicht des Jahres sichtbar. Sichtungen liegen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie dem Raum Osnabrück und möglicherweise aus Wuppertal vor. Letztere ist allerdings nicht sicher als Polarlicht identifiziert. Lübeck - Sternwarte von Torsten Lohf Bernitt bei Rostock von Wolfgang Hamburg Bernitt bei Rostock II von Wolfgang Hamburg Bernitt bei Rostock - Bilder von Wolfgang Hamburg Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller Wuppertal von Wojtek Welnowski Kürten, Bergisches Land von Peter Broich |
No.11/2002: 02./03. November 2002 ![]() © by Uwe Müller | In der Nacht vom 02. zum 03. November wirkte sich ein so genanntes Coronal Hole aus und bescherte vor allem dem Nordosten Deutschlands das 11. Polarlichtereignis des Jahres. Nordwestlich von Kiel, Teil I von Peter Haubold Nordwestlich von Kiel, Teil II von Peter Haubold Fliegenfelde bei Lübeck von Torsten Lohf Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller |
No.10/2002: 24./25. Oktober 2002 ![]() © by Torsten Lohf | Vom 10. Polarlicht des Jahres 2002 gab es zunächst keine Sichtungsmeldungen. Erst viel später stellte Torsten Lohf auf seinen vorsichtshalber geschossenen Fotos ein schwaches Polarlicht fest. Lübeck von Torsten Lohf |
No.8/2002: 07./08. Oktober 2002 ![]() © by Wolfgang Hamburg | Das 8. Polarlicht des Jahres 2002 war in Norddeutschland sichtbar, hier vor allem an der Ostseeküste. Aber auch aus Bremen und Frnkfurt / Oder liegen Sichtungsmeldungen vor. Bernitt/Rerik bei Rostock von Wolfgang Hamburg Rieps, bei Lübeck von Torsten Lohf Bremen von Jens Wendler Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller Ammersee westlich von München von Rainer Timm |
No.8/2002: 06./07. Oktober 2002 ![]() © by Torsten Lohf | Das 8. Polarlicht des Jahres 2002 kam reichlich überraschend. Es war am Montag (06. Oktober) abend zu sehen - allerdings nur sehr schwach. Die einzige Sichtung liegt aus der Nähe von Lübeck vor, wo es auch nur durch Fotos entdeckt wurde und dann höchstens sehr kurzzeitig auch durch Augenbeobachtung bestätigt werden konnte. Rieps bei Lübeck von Torsten Lohf |
No.7/2002: 03./04. Oktober 2002 | Erst lange Zeit nach dem Ereignis wurde dieses Polarlicht bekannt, das am frühen Morgen des 04. Oktober von Heino Bardenhagen fotografiert wurde. |
No.6/2002: 01./02. Oktober 2002 ![]() © by Torsten Lohf ![]() © by Stefan Stumpf | Das sechste Polarlicht des Jahres 2002 war besonders im Norden und in der Mitte Deutschlands zu sehen. Auslöser war wohl ein Gemisch aus den Nachwirkungen einer schwachen Schockfront vom 30. September und vor allem den Auswirkungen eines Coronal Holes. Hier noch der Kp-Index des betreffenden Zeitraumes. Bad Segeberg von Andre Wulff bei Bad Segeberg von Hartwig Luethen Rieps bei Lübeck von Torsten Lohf Rieps bei Lübeck - Animation (200KB) von Torsten Lohf Neu Augustengroden bei Jever von Wolfgang Hamburg Wiedensahl, Kreis Schaumburg von Achim Kämper Nauen bei Berlin von Ronald Schwarz Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller Niedermöllrich, Nordhessen von Lutz Schenk Kürten, Bergisches Land von Peter Broich Nördlich von Wiesbaden von Stefan Stumpf Schmittlotheim, Nordhessen von Joachim Uhlig Mömbris (östlich Frankfurt/M.) von Markus Pfarr Nördlich von Wiesbaden von Ulrich Rieth Ober-Ramstadt bei Darmstadt von Eric von der Heyden Darmstadt von Eric von der Heyden Beobachtungen in Nordeuropa und den USA: Mittelschweden 21.09.-05.10.2002 von Torsten Kallweit Sept.30-Oct.2, 2002 Aurora Gallery bei spaceweather.com |
No.5/2002: 11./12. September 2002 ![]() © by Torsten Lohf | Das fünfte Polarlicht des Jahres 2002 war nur im Norden Deutschlands schwach zu sehen. Es kam sehr überraschend und wurde vor allem im Bereich der Ostseeküste sowie in Teilen Brandenburgs beobachtet, auf der Insel Rügen sogar stundenlang. Auslöser war wohl ein Gemisch aus den Nachwirkungen des Sonnensturms vom 07./08. September und den Auswirkungen eines Coronal Holes. Mehr dazu auch von der NASA. Hier noch der Kp-Index des betreffenden Zeitraumes. Rieps bei Lübeck von Torsten Lohf Rügen von Bernd Proeschold bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller |
No.4/2002: 07./08. September 2002 ![]() © by Uwe Müller ![]() © by Peter Broich ![]() © by Klaus Henghuber | Das vierte Polarlicht des Jahres 2002 war am 07./08. September zu sehen. Eine erste Sichtung lag am Abend aus Nordhessen vor, weitere folgten. Ursache für dieses Polarlichtereignis war ein langgezogener C5-Flare am 05. September. Die Schockfront traf bereits am Samstag, den 07. September, gegen 18:15 Uhr MESZ beim ACE-Satelliten ein und erreichte wenig später das Erdmagnetfeld. Lüneburger Heide von Torsten Lohf Strausberg bei Berlin von Thomas Helms Frankfurt / Oder von Uwe Müller Frankfurt / Oder von Reinhard Schielinsky Drebach, Sachsen (Sternwarte) von Thomas Payer Bad Lippspringe, NRW von Wolfgang Dzieran Bergkamen-Oberaden 22:31 MESZ von Joachim Uhlig Kürten, Bergisches Land von Peter Broich Bericht aus Bad Wildungen, Nordhessen, von Rainer Timm Niedermöllrich, Nordhessen von Lutz Schenk Mainz von Ulrich Rieth Stegaurach (Nordbayern) von Michael Hagen Pfünz bei Eichstätt (Bayern) von Olaf Squarra Hebertsfelden, Südostbayern von Klaus Henghuber Gais, Schweiz von Mark Vornhusen Zeitrafferfilm aus Polen von Bernd Proeschold Zeitrafferfilm aus Polen II von Bernd Proeschold |
No.3/2002: 18./19. Mai 2002 ![]() © by Uwe Müller | Das dritte Polarlicht des Jahres 2002 stand unter einem denkbar schlechten Stern, das Wetter war fast überall in Deutschland sehr ungünstig. Allerdings liegt keine Sichtung aus Mitteleuropa vor, es gab nur ein fotographisch festgehaltenes Polarlicht an der Oder. Ursache für dieses Polarlichtereignis war wohl ein langgezogener Flare am 16. Mai. Hier noch der Kp-Index des betreffenden Zeitraumes. Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller |
Polarlicht No.2/2002: Bilder vom 17./18. April 2002 ![]() © by Heiko Rodde | Unter denkbar ungünstigen Wetterbedingungen konnte das zweite Polarlicht des Jahres 2002 beobachtet werden. Die wenigen vorliegenden Fotos stammen aus Sachsen und der Schweiz. Die Ursache ist ein flacher, aber langer M 1.2-Flare am Morgen des 15. April (Montag). Die Schockfront traf bereits am Mittwoch mittag ein, brachte aber in der folgenden Nacht Polarlichter auch in mittleren Breiten. Dazu hier der Kp-Index. Zu den Bildern: Hohenstein Ernstthal (10km w. Chemnitz) von Claudia Hinz Radebeul, Dresden von Martin Fiedler, Astroclub Radebeul Brenden (45 km nördlich Zürich, 1000 m) von Heiko Rodde |
No.1/2002: 28. Februar/01. März 2002 ![]() © by Mark Vornhusen, AKM | Recht überraschend gab es in der Nacht des Monatswechsels das erste Polarlicht des Jahres 2002 zu sehen, allerdings stammte zunächst die einzige, aber glaubwürdige Beobachtung von der Ostseeküste. Erst viel später kamen nach Entwicklung der Filme weitere Beweisfotos dazu. Eine mögliche Ursache war vielleicht ein flacher, aber langer Flare am 26. Februar. Bilder: bei Rostock von Wolfgang Hamburg Podelzig bei Frankfurt/Oder von Uwe Müller in Niederbayern von Mark Vornhusen, AKM Zum Vergleich Bilder aus Schweden von Torsten Kallweit |