| Erdbebenarchiv 2004 | von Thomas Sävert |
| Mehr zur Seebeben- und Tsunamikatastrophe rund um den Indischen Ozean finden Sie auf einer Extraseite zum Seebeben 2004. |
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Weit über 100.000 Tote Indonesische Insel Sumatra am schlimmsten getroffen (Donnerstag, 30.12.04) Nach dem gewaltigen Erdbeben und den anschließenden Flutwellen vom 26. Dezember 2004 werden inzwischen etwa 120.000 bis 130.000 Toten gezählt, davon die meisten auf der Insel Sumatra. Zehntausende Menschen werden noch vermisst, darunter tausende Ausländer. Auch das Ausmaß der Schäden an der afrikanischen Ostküste wird allmählich deutlich. |
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Tsunami-Katastrophe immer schlimmer Dutzende schwere Nachbeben erschüttern die Region (Mittwoch, 29.12.04) Das Ausmaß der Flutkatastrophe durch die verheerenden Tsunamis in Südasien und Ostafrika wird immer schlimmer. Die Zahl der Toten liegt mittlerweile zwischen 80.000 und 100.000 oder auch darüber. Die meisten Opfer sind in Sri Lanka, Indien und Indonesien zu beklagen, weitere vor allem in Thailand, Malaysia, auf den Malediven und an der ostafrikanischen Küste. Millionen Menschen wurden obdachlos. Eine Animation der Wellen im Indischen Ozean finden Sie hier (Achtung: etwa 1.2 MB). Tsunamis wurden auch auf Cocos Island, auf den Seychellen, auf Mauritius und Reunion beobachtet. Die Wellen wirkten sich auch an den Westküsten Nord-, Mittel- und Südamerikas aus, wenn auch nicht mit den schlimmen Folgen wie am Indischen Ozean. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums und die betreffenden Plattengrenzen. Das gewaltige Hauptbeben am 26. Dezember ereignete sich an der Grenze der indischen Platte und der Burma-Platte. Es wurde ausgelöst durch den über lange Zeit aufgebauten Druck, der beim Abtauchen der indischen Erdplatte unter die Burma-Platte entstand. Im Bereich des Erdbebenherdes bewegt sich die indische Platte relativ zur Burma-Platte mit etwa 6 Zentimeter pro Jahr in Richtung Nordosten. Die Auswertungen der stärksten Nachbeben zeigt, dass als Folge des Bebens etwa 1.200 bis 1.300 Kilometer der Plattengrenze in Bewegung gerieten. Im Durchschnitt dürften die betroffenen Abschnitte um 15 bis 20 Meter versetzt worden sein. Es kann davon ausgegangen sein, dass der Meeresboden in diesem Bereich um etliche Meter angehoben wurde. Dadurch entstanden die verheerenden Tsunamis. In den kommenden Wochen und Monaten werden umfangreiche Untersuchungen zum Beben und zu seinen Folgen gestartet. Ein Teil der Energie aus dem Indischen Ozean schwappte auch in den Pazifik, sodass auch hier Tsunamis ausgelöst wurden. Nach einer Meldung des pazifischen Warnzentrums vom Montagnachmittag (16:35 MEZ) wurden Wellen vermutlich um den australischen Kontinent herumgeführt und trafen erst am folgenden Tag auf die Küsten am Pazifik. Etwa zwei Tage lang konnten die Wellen in verschiedenen Regionen nahezu weltweit registriert werden.
Nach dem Hauptbeben mit der Stärke 9,0 auf der Richter-Skala gab es zahlreiche Nachbeben. Allein in den ersten beiden Tagen wurden 40 Beben mit der Stärke 5 oder mehr registriert. Das stärkste Nachbeben ereignete sich nur drei Stunden nach dem Hauptbeben, es erreichte etwa die Stärke 7,5. Es gab aber keine Meldungen, dass eines der Nachbeben erneut einen Tsunami ausgelöst hat, anderslautende Meldungen erwiesen sich bislang als falsch und lösten mehrfach unnötige Panik in den Katastrophengebieten aus. Die Nachbeben werden noch lange Zeit anhalten, nehmen aber nach und nach in Stärke und Zahl ab. Dabei wird es manchmal stunden- und tagelang ruhig sein, während sich dann wieder teils schwere Nachbeben häufen. Vorhersagbar sind diese Erdstöße aber nicht. Ein Zusammenhang zu einem ebenfalls sehr schweren Erdbeben der Stärke 8,1 südwestlich von Neuseeland nur drei Tage zurvor gibt es sehr wahrscheinlich nicht. Zwei so starke Erdstöße so kurz nacheinander sind sehr ungewöhnlich, aber sie ereigneten sich an verschiedenen Plattengrenzen und recht weit auseinander. Ob die beiden schweren Beben die Wahrscheinlichkeit für neue starke Beben an anderer Stelle verändert hat, ist derzeit nicht absehbar. Derzeit gibt es Spekulationen, dass die die Erdrotation durch das Beben geringfügig verändert hat, es dürfte sich aber um einen minimalen Effekt handeln. Auch in der Vergangenheit gab es schon schwere Erdbeben in der Region, die zum Teil stark erdbebengefährdet ist. Dass stärkste Beben der vergangenen 100 Jahre ereignete sich im Bereich Sumatras im Jahre 2000 mit einer Stärke von 7,9. Noch stärkere Beben gab es im 18. und 19. Jahrhundert mit 8,4 im Jahre 1797, mit Stärke 8,5 im Jahre 1861 und mit 8,7 im Jahre 1833. Die Epizentren dieser drei Beben befanden sich südlich des aktuellen Bebens. ![]() © by Tsunami Laboratory, Institute of Computational Mathematics and Mathematical Geophysics, Novosibirsk, Russland - Zum Vergrößern bitte klicken. Die Karte des Tsunami Laboratory zeigt die historischen Erdbeben in der betroffenen Region.
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Schweres Erdbeben vor Sumatra Stärkstes Erdbeben weltweit seit 40 Jahren! (Sonntag, 26.12.04) Ein gewaltiges Erdbeben vor Sumatra hat in der Nacht zum Sonntag mitteleuropäischer Zeit erhebliche Schäden auf der indonesischen Insel ausgelöst. Das Hauptbeben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 9,0 auf der Richter-Skala, gefolgt von zahlreichen, teils schweren Nachbeben. Das Epizentrum lag etwa 250 Kilometer südlich von Banda Aceh im Norden der indonesischen Insel Sumatra. Durch die Beben wurden meterhohe Flutwellen (= Tsunamis) ausgelöst, die vor allem an den Küsten von Sumatra, Sri Lanka, Indien und Thailand sowie auf den Malediven und in Malaysia zehntausende Tote forderten. Auch an der ostafrikanischen Küste kamen durch den Tsunami in Somalia, Kenia und Tansania mehrere Menschen ums Leben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage der Epizentren derf zahlreichen Beben vor der Insel Sumatra. ![]() © by EMSC - Zum Vergrößern bitte klicken. Die Karte des EMSC zeigt ebenfalls die Lage des Epizentrums vor Sumatra. Das Hauptbeben ereignete sich um 01:59 Uhr MEZ, entsprechend 06:59 Uhr Ortszeit. Mit der Stärke 9,0 auf der Richter-Skala war es das viertstärkste Beben, das jemals weltweit registriert wurde. Gleichzeitig war es das stärkste Erdbeben weltweit seit 40 Jahren! Damals erschütterte am 28. März 1964 ein Erdstoß der Stärke 9,2 den Prince William Sound in Alaska.
Das flache Beben (nur 10 bis 20 Kilometer unter der Meeresoberfläche) ereignete sich westlich der Nordspitze Sumatras. In dieser Region befindet sich eine Spalte, die durch das Auseinanderdriften verschiedener Erdplatten ausgelöst wird. Vor der Westküste Nordsumatras bewegt sich die indische Platte mit rund 5 Zentimetern nach Nordosten, im Vergleich zur Burma-Platte. Eine erste Analyse der stärksten Nachbeben ergab, dass sich die Erschütterungen über rund 1.000 Kilometer der Plattengrenze erstrecken - vom Norden Sumatras bis zu den Andaman-Inseln. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums und die betreffenden Plattengrenzen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Meldung des EMSC Meldung des USGS Schlagzeilen von web.de Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google Meldung bei Wikipedia Meldungen vom ReliefWeb | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sehr schweres Erdbeben vor Neuseeland (Donnerstag, 23.12.04) Am Donnerstag hat gegen 15:59 Uhr MEZ (01:59 Uhr Ortszeit am Freitag) ein schweres Erdbeben den Meeresboden südwestlich von Neuseeland erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,8 auf der Richter-Skala, dieser Wert wurde später sogar auf 8,1 heraufgestuft. Das Epizentrum lag etwa 420 Kilometer westlich der Auckland Island und damit mehr als 700 Kilometer südwestlich der neuseeländischen Südinsel. Der Erdbebenherd lag nur etwa 10 Kilometer unter der Oberfläche. Es war eines der schwersten Beben in der Region in den vergangenen Jahrzehnten und gleichzeitig das bisher stärkste weltweit. Seit 1990 gab es nur 5 Erdbeben weltweit, die stärker waren. Eine Warnung vor möglichen Flutwellen an den Küsten wurde aber nicht herausgegeben, da sich die Erdbebenwellen mehr horizontal als vertikal ausbreiteten. An der Küste bei dem Ort Bluff wurde nur ein kleiner Tsunami mit einer Höhe von 20cm registriert. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums westlich der Auckland Island und südwestlich der neuseeländischen Südinsel. Das Beben war vor allem rund um Invercargill und in anderen Region im Süden der neuseeländischen Südinsel sowie an Teilen der australischen Küste zu spüren. Über größere Schäden ist hier aber nichts bekannt. Der Meeresboden westlich Neuseelands wird immer wieder von schweren Seebeben erschüttert. Das aktuelle Beben war hier das stärkste seit mehr als 15 Jahren. Damals erreichte am 23. Mai 1989 ebenfalls die Stärke 8,1. | |
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Schweres Erdbeben in der Karibik (Mittwoch, 15.12.04) In der Nacht zum Mittwoch hat gegen 00:20 Uhr MEZ (18:20 Uhr Ortszeit) ein schweres Erdbeben Teile der Karibik erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,7. Es ereignete sich unmittelbar südlich der Cayman Islands. Das Epizentrum lag etwa 35 Kilometer südlich der Hauptstadt Georgetown, wo etwa 20.000 Menschen leben. Der Erdbebenherd lag nur etwa 10 Kilometer unter der Oberfläche und es dürfte Schäden geben. Es war das schwerste Erdbeben auf den Inseln seit mehr als 100 Jahren. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums unmittelbar südlich der Cayman Islands. ![]() © by EMSC - Zum Vergrößern bitte klicken. Die Karte des EMSC zeigt ebenfalls die Lage des Epizentrums dicht südlich der Inselgruppe. Es war das schwerste Erdbeben seit mehr als 100 Jahren, das die Inselgruppe erschütterte. Viele Menschen sind in Panik auf die Straßen gerannt. Meldungen über größere Schäden oder Verletzte liegen nicht vor. Erst im September 2004 war die Inselgruppe schwer von dem starken Hurrikan "Ivan" getroffen worden. Die Schäden beliefen sich auf mehr als 3 Miliarden US-Dollar, etwa 70 Prozent der Gebäude auf der Hauptinsel wurden zerstört. Fast zeitgleich erschütterte am 09. September ein schweres Erdbeben den Meeresboden in der westlichen Karibik. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,1. Das Epizentrum lag westlich von Jamaika, etwa 180 Kilometer südlich von Georgetown auf den Cayman Islands. Nennenswerte Schäden durch das Erdbeben gab es damals nicht. Die karibische Inselwelt wird seit einigen Wochen von einer Erdbebenserie erschüttert. Am vergangenen Samstag richtete ein Beben der Stärke 5,7 auf den Jungferninseln und in Puerto Rico leichte Schäden an. Bei einem Erdstoß der Stärke 5,4 starb am 3. Dezember eine Frau und einige Gebäude wurden beschädigt. Im November hinterließ ein Beben der Stärke 6,3 auf der Richter-Skala auf der Insel Dominica Schäden von etwa 20 Millionen US-Dollar. | |
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Meldung des EMSC Meldung des USGS Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google Major Earthquake hits Cayman (Caribbean Hurricane Network) Earthquake hits Cayman on Nov.20th 2004 (Caribbean Hurricane Network) Cayman Net News Online |
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Starkes Erdbeben im Norden Japans (Dienstag, 14.12.04) Am Dienstag hat gegen 06:56 Uhr MEZ (14:56 Uhr Ortszeit) ein starkes Erdbeben den äußersten Nordwesten Japans erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,7. Der Erdstoß ereignete sich an der Nordwestküste der japanischen Nordinsel Hokkaido. Das Epizentrum lag etwa 75 Kilometer nordwestlich von Asahikawa. Der Erdbebenherd lag nur etwa 10 Kilometer unter der Oberfläche. Das Beben war in weiten Teilen der Insel zu spüren. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Norden Hokkaidos. Nach Angaben des meteorologischen Dienstes in Tokyo erreichte das Beben sogar die Stärke 6,1. Es entstanden leichte Schäden und ein 61jähriger Mann wurde verletzt. |
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Starkes Erdbeben vor Portugal (Montag, 13.12.04) Am Montag hat gegen 15:16 Uhr MEZ (13:16 Uhr Ortszeit) ein starkes Erdbeben den äußersten Südwesten Europas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 4,9 auf der Richter-Skala, andere Messungen reichen bis 5,4. Der Erdstoß ereignete sich vor der Küste der Algarve im Süden Potugals. Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer vor der Küste der Algarve und damit 200 Kilometer südwestlich von Faro. Der Erdbebenherd lag nur etwa 10 Kilometer unter der Oberfläche. Das Beben war in weiten Teilen Portugals sowie im Süden Spaniens in der Region Sevilla zu spüren. Nennenswerte Schäden dürfte es aber nicht geben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums vor der portugiesischen Küste. Der Süden und die Mitte Portugals sind im Bereich der Grenze zwischen der afrikanischen und der eurasischen Platte stark gefährdet durch Erdbeben. Das bisher letzte schwere Erdbeben erschütterte das Land im Februar 1969, als bei einem Beben der Stärke 7,3 zwei Menschen ums Leben kamen. Noch wesentlich schlimmer waren die Auswirkungen eines der folgenreichsten Seebeben der Geschichte: Am 01. November 1755 starben durch ein Beben, dessen Stärke auf etwa 8,7 geschätzt wird, und durch eine folgende Flutwelle etwa 70.000 Menschen. |
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Erneut schweres Erdbeben in Mittelamerika (Montag, 13.12.04) Am Montag hat gegen 16:24 Uhr MEZ (09:24 Uhr Ortszeit) hat ein schweres Erdbeben Teile Mittelamerikas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes und nach Angaben des Instituts für Erdstudien in Managua die Stärke 6,0. Es ereignete sich an der Pazifikküste Mittelamerikas. Das Epizentrum lag etwa 50 Kilometer südwestlich von San Salvador, der Hauptstadt El Salvados, wo etwa 415.000 Menschen leben. Der Erdbebenherd lag etwa 60 Kilometer unter der Oberfläche. Das Beben war im gesamten Land sowie in Guatemala und den Nachbarstaaten zu spüren. Wegen der Tiefe des Herdes dürfte es aber kaum größere Schäden geben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Pazifikküste Mittelamerikas. ![]() © by EMSC - Zum Vergrößern bitte klicken. Die Karte des EMSC zeigt ebenfalls die Lage des Epizentrums dicht vor der Küste El Salvadors. Das Epizentrum befnd sich vor der Küste bei Los Cobanos Beach. An Land liefen tausende Menschen in Panik auf die Straßen und die Regierung in San Salvador ordnete die vorübergehende Evakuierung einiger hoher Gebäude an. In der Stadt fielen zeitweise die Telefonverbindungen aus, größere Schäden wurden aber nicht gemeldet. Im Januar und Februar 2001 starben bei bei schweren Erdbeben der Stärke 7,7 und 6,6 mehr als 1.000 Menschen in El Salvador. Am 13. Januar 2001 wurden bei dem schweren Beben der Stärke 7,7 mehr als 108.000 Häuser zerstört und rund 150.000 Gebäude beschädigt. Damals starben in El Salvador 844 Menschen und weitere 4.723 wurden nach der offiziellen Bilanz verletzt. Fast 600 Menschen kamen allein durch Erdrutsche ums Leben. Mehr als 16.000 Erdrutsche wurden im Land gezählt. Weitere 8 Menschen starben in Guatemala und das Beben war von Mexiko City bis nach Kolumbien in Südamerika zu spüren. Genau einen Monat später erschütterte dann ein Beben der Stärke 6,6 die Region. Dabei kamen 315 Menschen ums Leben und fast 3.400 wurden verletzt. Es entstanden erhebliche Schäden und erneut wurden zahlreiche Häuser und Straßen unter Erdrutschen verschüttet. Der Erdstoß war in ganz El Salvador, in Guatemala und Honduras zu spüren. Nur wenige Monate später richtete ein Erdbeben der Stärke 8,4 am 23. Juni 2001 gewaltige Schäden an der peruanischen Küste an. Hier starben dutzende Menschen durch eine bis zu 7 Meter hohe Flutwelle. | |
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Erneut schweres Erdbeben in Nordjapan (Montag, 06.12.04) Am Montag hat gegen 15:15 Uhr MEZ (23:15 Uhr Ortszeit) hat ein schweres Erdbeben die nördliche japanische Insel Hokkaido erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,7 und nach japanischen Angaben die Stärke 7,0 auf der Richter-Skala, es ereignete sich an der Südostküste der Insel. Das Epizentrum lag etwa 65 Kilometer östlich der Stadt Kushiro, wo etwa 200.000 Menschen leben. Der Erdbebenherd lag etwa 35 Kilometer unter der Oberfläche. Über mögliche Schäden an Land ist noch nichts bekannt. Für einige Küstenabschnitte wurde eine Tsunamiwarnung herausgegeben, sie wurde etwa 40 Minuten später aber bereits wieder aufgehoben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Südostküste der Insel Hokkaido. In ersten Meldungen wurde von Verletzten und leichten Schäden berichtet. Gegenstände fielen aus Regalen und Dächer wurden beschädigt. In einigen Orten fiel der Strom aus. Im Ostteil der Insel Hokkaido wurde der gesamte Zugverkehr vorübergehend eingestellt. Erst am 28.11.04 (29.12. Ortszeit)hatte ein schweres Erdbeben den Norden Japans erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0. Das Epizentrum lag etwa 55 Kilometer östlich von Kushiro, war also fast deckungsgleich mit dem aktuellen Erdbeben. Der Erdbebenherd befand sich etwa 44 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es an Land Schäden gab. Eine Flutwellenwarnung wurde jedoch bald wieder aufgehoben. Vorsorglich waren damals 13.000 Menschen in Nemuro aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen, diese Evakuierungsmaßnahme wurde aber bald wieder aufgehoben. Mehr als 1.500 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. An Land gab es aber meist nur leichte Schäden. Dabei wurden aber mindestens 14 Menschen verletzt. |
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Starkes Erdbeben in Südwestdeutschland (Sonntag, 05.12.04) In der Nacht zum Sonntag hat gegen 02:52 Uhr MEZ ein starkes Erdbeben den Südwesten Deutschlands erschüttert. Das Erdbeben erreichte nach unterschiedlichen Angaben die Stärke 5,1 bis 5,4. Das Epizentrum lag im Schwarzwald bei Waldkirch im Landkreis Emmendingen, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Freiburg. Das Beben war in weiten Teilen Südwestdeutschlands sowie im angrenzenden Frankreich und in weiten Teilen der Schweiz zu spüren. In Deutschland wurden außer in Baden-Württemberg auch in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Hessen und Bayern zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen. Es gab im Bereich des Epizentrums verbreitet leichte Schäden an Gebäuden, Verletzte wurden aber nicht gemeldet. Es handelte sich um das stärkste Erdbeben in Deutschland seit 1992. ![]() © by EMSC - Die Karte des EMSC zeigt die Lage des Epizentrums im Schwarzwald. Die Region im Südwesten Deutschlands wird häufig von leichten Erdbeben erschüttert. Das bisher letzte Beben mit Schäden ereignete sich am 22. März 2003 mit der Stärke 4,5 im Zollernalbkreis. Damals gab es im Raum Albstadt-Ebingen leichte Schäden, einige Scheiben gingen zu Bruch und Ziegel fielen von den Dächern. Zuvor gab es ein starkes Erdbeben in Frankreich und Deutschland am 22.02.2003: Am Abend gab es gegen 21:41 Uhr MEZ im Teilen Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz ein starkes Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala, schwächere folgten wenig später. Das Epizentrum lag in den Vogesen in Frankreich, etwa 80 Kilometer westsüdwestlich von Straßburg und rund 100 Kilometer südlich von Saarbrücken. Im Südwesten Deutschlands gab es aber nur geringe Schäden. Das aktuelle Beben was das stärkste in Deutschland seit mehr als 12 Jahren. Am 10. April 1992 richtete ein Beben der Stärke 5,9 in Nordrhein-Westfalen erhebliche Schäden an und es zahlreiche Verletzte sowie eine Tote. Das Epizentrum lag damals bei Roermond in den Niederlanden, wo ebenfalls erhebliche Schäden sowie einige Verletzte verzeichnet wurden. Hier war es das schwerste Beben seit Aufzeichnungsbeginn. In Südwestdeutschland war das aktuelle Beben das stärkste seit mehr als 25 Jahren. Am 3. September 1978 erschütterte ein Erdstoß der Stärke 5,7 vor allem den Zollernalbkreis. Hier traten verbreitet Gebäudeschäden auf und 25 Menschen wurden verletzt. Die Schäden beliefen sich auf mehr als 50 Millionen Euro. | |
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Erneut starkes Erdbeben in der Karibik (Donnerstag, 02.12.04) Erneut hat ein starkes Erdbeben Teile der Karibik erschüttert. Das Beben ereignete sich am Abend gegen 20:16 Uhr MEZ (15:16 Uhr Ortszeit) an der Westküste der Insel Trinidad. Das Beben erreichte nach Angaben des amrikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,4. Das Epizentrum befand sich etwa 20 Kilometer südlich der Hauptstadt Port-of-Spain. Der Erdbebenherd lag aber fast 50 Kilometer unter der Oberfläche, sodass nicht mit größeren Schäden zu rechnen ist. Erst am 21. November war bei einem Erdstoß der Stärke 6,0 auf der Karibikinsel Guadeloupe ein Kind ums Leben gekommen, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Bereich der Karibikinel Trinidad. Nennenswerte Schäden wurden nicht gemeldet, glücklicherweise gab es auch keine Verletzten. z.B. durch herabfallende Gegenstände. Das aktuelle Beben war auf Trinidad und Tobago das stärkste seit mehr als 10 Jahren. Am 03. Mai 1994 erschütterte ein Erdstoß der Stärke 5,5 die Inseln, das Epizentrum lag damals östlich von Trinidad. Die spürbaren Nachbeben hielten noch vier Wochen lang an. |
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Schweres Erdbeben in Nordjapan (Sonntag, 28.11.04) Ein schweres Erdbeben hat am Sonntag gegen 19:32 Uhr MEZ (03:32 Uhr Montag Ortszeit) den Norden Japans erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0 auf der Richter-Skala und traf die nördliche Hauptinsel Hokkaido. Das Epizentrum lag etwa 55 Kilometer östlich von Kushiro. Der Erdbebenherd befand sich etwa 44 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es an Land Schäden gab. Eine Flutwellenwarnung wurde jedoch bald wieder aufgehoben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Küste der nordjapanischen insel Hokkaido. Vorsorglich wurden 13.000 Menschen in Nemuro aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, diese Evakuierungsmaßnahme wurde aber bald wieder aufgehoben. Mehr als 1.500 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. An Land gab es aber meist nur leichte Schäden. Dabei wurden aber mindestens 14 Menschen verletzt. | |
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Schweres Nachbeben in Indonesien (Sonntag, 28.11.04) Ein schweres Nachbeben hat am Sonntag gegen 08:37 Uhr MEZ das Katastrophengebiet im Osten Indonesiens erschüttert. Nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes erreichte das Beben die Stärke 6,1 auf der Richter-Skala und ereignete sich wieder dicht südlich der Stadt Nabire, wo in der Nacht zum Freitag unserer Zeit hunderte Gebäude eingestürzt und mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen waren. |
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Schweres Erdbeben in Indonesien (Freitag, 26.11.04) Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht zum Freitag gegen 03:25 Uhr MEZ (11:25 Uhr Ortszeit) den Osten Indonesiens erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,2 auf der Richter-Skala und traf die Provinz Irian Jaya, früher Papua. Der indonesiche Erdbebendienst gibt die Stärke des Erdstoßes mit 6,4 an. Das Epizentrum lag etwa 95 Kilometer westlich von Enarotali. Der Erdbebenherd befand sich etwa 35 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es Schäden geben dürfte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums in der ostindonesischen Provinz. Das Beben war in Enarotali und in Nabire, etwa 20 bis 30 Kilometer nördlich des Epizentrums, deutlich zu spüren. Hier entstanden nach ersten vorliegenden Meldungen teils größere Schäden an Gebäuden, viele wurden zerstört. Die Zufahrtsstraßen nach Nabire sind blockiert und mehrere Brücken eingestürzt, der Flughafen wurde wegen erheblicher Schäden am Tower und in der Landebahn geschlossen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Tausende Menschen waren in Panik auf die Straßen geflüchtet und warteten hier Nachbeben ab. Erst am 12. November erschütterte ein schweres Beben Teile Indonesiens, betroffen war vor allem die weiter westlich gelegene Insel Alor, wo nach dem letzten Stand mindestens 33 Menschen ums Leben kamen. Hunderte Häuser stürzten ein oder wurden erheblich beschädigt. Bereits Anfang Februar 2004 erschütterten zwei ähnlich schwere Erdbeben die Provinz Irian Jaya im äußersten Osten Indonesiens und forderten mehr als 30 Tote. ![]() © by USGS - Diese Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt alle Erdbeben der Stärke 7 und mehr in der Region seit dem Jahre 1900. Zahlreiche Erdstöße haben seitdem das Gebiet rund um den Westteil der Provinz Irian Jaya erschüttert. Das aktuelle Erdbeben ereignete sich im Bereich einer rund 500 Kilometer breiten, diffusen Plattengrenze, an der sich die philippinische Platte westwärts gegen die australische Platte bewegt, die mit Nordostkurs dagegendrückt. Das südostasiatische Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. In den meisten Fällen halten sich die Schäden bei Beben der Stärke 5 bis 8 auf der Richter-Skala in Grenzen. Das aktuelle Beben ereignete sich aber sehr dicht unter der Erdoberfläche in der Nähe einer Stadt. Die drei schweren Erdbeben im Februar und heute waren die stärksten Beben seit dem Oktober 2002, als sich ein Erdstoß der Stärke 7,6 weiter westlich in der Provinz Irian Jaya ereignete. Damals starben in der Region Manokwari 8 Menschen und mindestens 632 wurden verletzt. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Viele Gebäude wurden von einer Flutwelle überschwemmt, die in Oransbari und Ransiki eine geschätzte Höhe von 3 bis 5 Metern erreichte und in Manokwari etwa 1 Meter hoch war. Auch in Nabire war das Beben damals deutlich zu spüren. Auch in den vergangenen Jahrzehnten forderten schwere Erdstöße immer wieder zahlreiche Menschenleben. Am 12. September 1979 kamen bei einem Beben der Stärke 7,9 in Irian Jaya 15 Menschen ums Leben. Die Schäden wurden damals auf 5 bis 25 Millionen US-Dollar geschätzt. Ein weiteres Beben erreichte am 09. September 1985 die Stärke 6,3 und forderte weiter im Südosten 10 Tote. Bei einem weiteren Beben der gleichen Stärken wurden 9 Jahre später 28 Menschen verletzt. Und am 08. September 2002 erschütterte ein Erdstoß der Stärke 7,6 die Nordküste, etwa 1.000 Kilometer weiter im Osten. Dabei kamen 6 Menschen um und eine etwa 1 Meter hohe Flutwelle richtete erhebliche Schäden an. | |
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Starkes Erdbeben in Norditalien (Donnerstag, 25.11.04) Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Donnerstag gegen 00:00 Uhr MEZ Teile Norditaliens erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,3 auf der Richter-Skala, nach Angaben des Italian Experimental Seismic Network (I.E.S.N.) wurde eine Stärke von 5,4 registriert, das staatliche geophysikalische Institut in Rom meldete eine Stärke von 5,2. Das Epizentrum lag am Gardasee etwa 35 Kilometer nordwestlich von Verona im Norden Italiens. Der Erdbebenherd befand sich etwa 15 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es einige Schäden gab. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums bei Verona in Norditalien. Das Erdbeben war in weiten Teilen Norditaliens zu spüren. Im Bereich des Gardasees gab es an einigen Häusern größere Gebäudeschäden. In Salo am südwestlichen Ufer des Sees wurden mehrere Gebäude stärker beschädigt, viele Häuser weisen Risse auf und nach Behördenangaben musste das örtliche Krankenhaus evakuiert werden. Insgesamt wurden nach den vorliegenden Meldungen mindestens neun Menschen verletzt und nach einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur ANSA wurden 125 Menschen obdachlos. In vielen Orten liefen zahlreiche Menschen in Panik auf die Straßen, so auch in Mailand. Es war das stärkste Erdbeben in der Region seit 8 Jahren. Damals erreichte am 15. Oktober 1996 ein Erdstoß südwestlich von Verona die Stärke 5,4. Das aktuelle Erdbeben gehört zu den stärksten, die seit Beginn der Messungen im Bereich des Gardasees registriert wurden. Italien gilt generell als stark erdbebengefährdet, wobei es regional große Unterschiede gibt. Das bisher letzte Erdbeben mit Todesopfern in Italien ereignete sich vor gut 2 Jahren. Damals kamen bei einem Beben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala in Mittelitalien insgesamt 30 Menschen ums Leben, fast durchweg Kinder. Rund 100 Kinder wurden in einer Schule und einem Kindergarten in San Giuliano di Puglia verschüttet, verantwortlich für das Ausmaß der Katatstrophe waren vermutlich Baumängel. In anderen Orten in der Region 80 Kilometer nordöstlich von Neapel stürzten ebenfalls einzelne Gebäude ein. Seit Millionen von Jahren schiebt sich die afrikanische Erdplatte mit einer Geschwindigkeit von wenigen Zentimetern pro Jahr gegen und unter die eurasische Platte. Dabei kommt es nahezu im gesamten Mittelmeerraum und damit auch in Italien immer wieder zu verheerenden Erdbeben. Am 6. September 2002 starben zwei Menschen bei einem starken Erdstoß in Palermo auf Sizilien. 965 Menschen kamen am 6. Mai 1976 bei einem schweren Erdbeben in Friaul an der slowenischen Grenze ums Leben. Bei dem Erdstoß der Stärke 6,5 wurden rund 70.000 Menschen obdachlos. Am 23. November 1980 erzitterte die Region um Neapel durch ein Beben der Stärke 7,2. Damals kamen mehr als 3.100 Menschen ums Leben. Das folgenreichste Erdbeben in der Geschichte Italiens ereignete sich am 28. Dezember 1908, als die Stadt Messina auf Sizilien zerstört wurde und mehr als 85.000 Menschen starben. Damals richtete eine durch das Beben ausgelöste Flutwelle gewaltige Schäden an. | |
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Meldung der USGS Meldung des Italian Experimental Seismic Network (I.E.S.N.) Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google |
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Am selben Tag (25.11.04) ereignete sich um 07:21 Uhr MEZ ein weiteres, ähnlich starkes Erdbeben im Bereich der Adria. Es erreichte nach unterschiedlichen Angaben etwa die Stärke 5 bis 5,2. Das Epizentrum befand sich westlich der kroatischen Insel Vis und damit etwa 75 Kilometer südwestlich der Stadt Split. Der Erdbebenherd lag zwar relativ dicht unter der Oberfläche, nennenswerte Schäden an Land sind aber unwahrscheinlich. | |
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Schweres Erdbeben vor Neuseeland (Montag, 22.11.04) Ein schweres Erdbeben hat Teile Neuseelands erschüttert. Vor allem in weiten Teilen der Südinsel war das Beben zu spüren. Nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes erreichte es die Stärke 7,3. Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer vor Invercargill an der Südwestküste der Südinsel. Größere Schäden gab es nach ersten Berichten nicht. Neuseeländische Seismologen erwarten in den kommenden 2 bis 4 Tagen zahlreiche, teils starke Nachbeben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums westlich der neuseeländischen Südinsel. Erst im vergangenen Jahr erschütterte ein schweres Erdbeben Teile der neuseeländischen Südinsel. Es erreichte am 21. August 2003 nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0. Das Epizentrum lag etwa 125 Kilometer westlich der Stadt Queenstown direkt an der Küste. Da sich der Erdbebenherd nur wenige Kilometer unter der Oberfläche befand, gab es verbreitet leichte Schäden. Allerdings ist die unmittelbare Umgebung des Erdbebenherdes nur dünn besiedelt. ![]() © by USGS - Diese Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt alle registrierten Erdbeben der Stärke 7 und mehr auf der Richter-Skala in der Region seit 1900. Erdbeben dieser Stärke sind hier also keine Seltenheit. | |
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Schweres Erdbeben erschüttert Kleine Antillen (Sonntag, 21.11.04) Ein schweres Erdbeben hat am Sonntag gegen 12:41 Uhr MEZ (07:41 Uhr morgens Ortszeit) Teile der Kleinen Antillen in der Karibik erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,0. Das Epizentrum lag etwa 20 Kilometer südwestlich von Terre-de-Bas auf der zu Guadeloupe gehörenden Îles des Saintes und gleichzeitig etwa 30 Kilometer nordwestlich von Saint Andrew, Dominica. Der Erdbebenherd befand sich etwa 17 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es Schäden auf mehreren Inseln gab. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Bereich der Kleinen Antillen. Bei dem Erdbeben kam auf der französischen Insel Guadeloupe ein Mensch ums Leben und mehrere weitere wurden beim Einsturz eines Hauses verletzt. Größere Schäden gab es vor allem auf der kleinen Insel Terre-de-Bas, auf der etwa 1.300 Menschen leben. Hier wurdne mehrere Häuser zerstört und zahlreiche Bewohner wurden verletzt. | |
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Schweres Erdbeben in Zentralamerika (Samstag, 20.11.04) Ein schweres Erdbeben hat am Samstag gegen 09:07 Uhr MEZ (02:07 Uhr nachts Ortszeit) Teile Zentralamerikas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,2. Das Epizentrum lag an der Pazifikküste, etwa 40 Kilometer südwestlich von San José, der Hauptstadt Costa Ricas. Hier leben rund 300.000 Menschen. Der Erdbebenherd befand sich etwa 20 bis 30 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es Schäden geben dürfte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums in Zentralamerika. In Teilen der Stadt San José und in der Umgebung fiel der Strom aus. Zahlreiche Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Lokale Radiostationen berichten über einige eingestürzte Wände, zersplitterte Fenster sowie mehrere Erdrutsche. Mehrere Menschen kamen während des Bebens durch Herzanfälle oder Unfälle ums Leben, weitere erlitten Verletzungen. Eine Polizeistation auf der Pazifikinsel Damas soll eingestürzt sein. | |
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Schweres Erdbeben in Kolumbien (Montag, 15.11.04) Ein schweres Erdbeben hat das nördliche Südamerika erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes gegen 10:07 Uhr MEZ (04:07 Uhr Ortszeit) die Stärke 7,0 auf der Richter-Skala, es ereignete sich im Westen Kolumbiens. Das Epizentrum lag dabei an der Pazifikküste Kolumbiens bei 4.8 Grad nördlicher Breite und 77.4 Grad westlicher Länge an einem recht dünn besiedelten Küstenabschnitt und damit etwa 95 Kilometer nordwestlich der Stadt Buenaventura, wo etwa 235.000 Menschen leben. Wegen der Stärke und recht geringen Tiefe (ca. 10 bis 30 Kilometer) des Bebens gab es in den betroffenen Orten größere Schäden. Eine Tsunamiwarnung für die Pazifikküsten wurde nicht herausgegeben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Westküste Kolumbiens. ![]() © by USGS - Auch diese Karte zeigt die Lage des Epizentrums im Westen Kolumbiens. Nach Angaben des seismologischen Dienstes in Bogota erreichte das Beben die Stärke 6,7 bei einer Tiefe von etwa 30 Kilometern. Erste Medienberichte aus Kolumbien ließen auf Schäden schließen. Zu spüren war das Beben in der gesamten Westhälfte des Landes, wo zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen wurden und auf die Straßen liefen. In Cali mussten zwei Krankenhäuser sowie weitere Gebäude evakuiert werden, da sie Schäden aufwiesen. In Jamundí and Buenaventura sollen einige Gebäude eingestürzt sein. Über zahlreiche Verletzte wurde berichtet, Tote gab es nach den vorliegenden Berichten nicht. In der fast 400 Kilomter östlich gelegenen Hauptstadt Bogota gab es Stromausfälle. Das bisher letzte große Schadenbeben in Kolumbien ereignete sich am 25. Januar 1999. Damals gab es etwa 1.185 Tote, etwa 10.000 Verletzte sowie rund 250.000 Obdachlose. Das Beben damals erreichte die Stärke 6,2 auf der Richter-Skala, ereignete sich aber weiter östlich im dichter besiedelten Landesinnern Kolumbiens. Das bisher stärkste registrierte Erdbeben in der Region ereignete sich am 31. Januar 1906 vor der Küste Ecuadors und Kolumbiens mit der Stärke 8,8. Damals kamen etwa 1.000 Menschen ums Leben. |
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Schweres Erdbeben erschüttert Indonesien (Donnerstag, 11.11.04) ein schweres Erdbeben hat am Donnerstag gegen 22:27 Uhr MEZ Teile Indonesiens erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,3 auf der Richter-Skala und ereignete sich in der Nähe der Insel Alor. Das Epizentrum lag etwa 30 Kilometer nordöstlich von Taramana und damit etwa 100 Kilometer nordwestlich der Stadt Dili (ca. 130.000 Einwohner), Osttimor. Der Erdbebenherd befand sich etwa 30 bis 40 Kilometer unter der Oberfläche. Daher ist mit Schäden an Land zu rechnen. Weitere, teils starke Nachbeben folgten. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums nordwestlich von Timor. Mindestens 27 Tote und mehr als 150 Verletzte sowie erhebliche Schäden wurden nach dem Erdbeben von der Insel Alor gemeldet. Tausende Menschen wurden obdachlos. | |
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Schweres Erdbeben vor Japan (Donnerstag, 11.11.04) Ein schweres Erdbeben hat am Donnerstag gegen 11:02 MEZ den Meeresboden vor der nordjapanischen Insel Hokkaido erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des meteorologischen Dienstes in Tokyo die Stärke 6,3 und nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,4. Das Epizentrum lag deutlich südöstlich der Küste von Hokkaido, wo in den vergangenen Monaten zahlreiche Nachbeben eines starken Erdstoßes im Jahre 2003 registriert wurden. Damals richtete ein Beben der Stärke 8,0 Schäden an Land an. (Donnerstag, 25.09.03) Am Donnerstag, 25. September 2003, hatte am Abend mitteleuropäischer Zeit (morgens Ortszeit) ein schweres Erdbeben die nördliche Insel Hokkaido erschüttert. Das Erdbeben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 8,0. Erste Fernsehbilder zeigten Schäden und Brände auf der Insel. Für zahlreiche Küstenabschnitte der japanischen Inseln wurde eine Tsunami-Warnung herausgegebnen, die größte Welle wurde in Hanasaki mit 2,13 Meter über normal gemessen. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Südosten der Insel Hokkaido. Es lag unmittelbar an der Küste der nördlichsten der vier Hauptinseln, die nicht so dicht besiedelt ist wie die südlichere Insel Honschu mit der Haupstadt Tokyo. Die Japan Meteorological Agency (JMA) gibt die Stärke des Bebens mit 7,8 auf der Richter-Skala an. Das Zentrum des Erdstoßes soll etwa 60 Kilometer unter der Oberfläche gelegen haben. Das Epizentrum lag etwa 105 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Kushiro auf der Insel Hokkaido oder rund 800 Kilometer nördlich von Tokyo. Durch das Beben gab es verbreitet Stromausfälle im Norden Japans, Menschen wurden durch herabfallende Gegenstände und Trümmer verletzt. Das Hauptbeben ereignete sich um 21:50 Uhr MESZ am Donnerstag abend. Es folgten zahlreiche Nachbeben, von denen mehrere die Stärke 5 und mehr auf der Richter-Skala erreichten. Das stärkste ereignete sich gegen 23:08 Uhr MESZ, das nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0 erreichte. Hier das reichlich chaotische Seismogramm aus Matsushiro, Japan: ![]() (Zum Vergrößern bitte anklicken) Auch für andere Küstenregionen am Pazifik wurden erste Vorwarnungen vor möglichen Tsunamis herausgegeben. Zuerst war nicht sicher, ob sich wirklich ein Tsunami ausbildet. Aber die Lage wurde genau beobachtet und laufend analysiert. Da die Geschwindigkeit der Wellen ungefähr bekannt ist (über 800 km/h), kann man die Ankunftszeiten relativ genau berechnen. Dabei besteht der Tsunami meistens nicht aus einer, sondern mehreren Wellen. Vorwarnungen wurden für zahlreiche Pazifikinseln, für Teile Alaskas und die amerikanische Westküste ausgegeben, nach genaueren Berechnungen aber bald wieder aufgehoben. Dennoch waren überall rund um den Pazifik kleinere Wellen möglich, die Alaska am frühen Morgen umd Kalifornien gegen 9 Uhr MESZ erreichen sollten. Hier einige voraussichtliche Ankunftszeiten der möglichen, ersten Welle:
Die Region, die am Donnerstag von dem schweren Erdbeben getroffen wurde, ist seismisch sehr aktiv. Im Nordteil wird die Zone Kurilische Spalte, im Südteil Japanische Spalte genannt. Hier schiebt sich die Pazifische Platte mit einer Geschwindigkeit von 8,2 Zentimeter pro Jahr unter die Eurasische Platte. Zuletzt gab es ähnlich starke Erdbeben am 15. Januar 1993 mit der Stärke 7,6 auf der Richter-Skala, als erhebliche Schäden, 2 Tote und 614 Verletzte verzeichnet wurden, und am 16. Mai 1968 mit der Stärke 7.9. Damals starben 48 Menschen und die Schäden beliefen sich auf mehr als 25 Millionen US-Dollar. In beiden Fällen gab es zahlreiche Erdrutsche. Das stärkste Erdbeben erschütterte die Region aber am 4. März 1952, also vor mehr als 50 Jahren. Damals wurden Erschütterungen der Stärke 8,6 registriert. In weiten Teilen Hokkaidos gab es erhebliche Schäden. Insagesamt kamen 31 Menschen ums Leben, als 713 Häuser zerstört und 5.980 weitere beschädigt wurden. Allein in Kushiro starben 28 Menschen, als zahlreiche Geschäfte einstürzten. In Sapporo brachen etliche Schulgebäude zusammen. Die Tsunamis an den Küsten erreichten in einigen Buchten eine Höhe von mehr als 3 Metern. Und auch aus anderen Landesteilen Japans sind stärkere Erdbeben bekannt. Das bisher letzte katastrophale Erdbeben in Japan überhaupt liegt noch nicht so weit zurück. Am 17. Januar 1995 erschütterte ein flaches Beben der Stärke 7,2 die Stadt Kobe im Süden Japans. Damals stürzten tausende Gebäude ein und mehr als 6.000 Menschen kamen ums Leben. Das Beben erschütterte das Vertrauen der Japaner in die Erdbebenvorsorge. Das Erdbeben bei Hokkaido ereignete sich zum Glück etwas tiefer unter der Erde und vor der Küste eines dünner besiedelten Küstenabschnittes. | |||||||||||||||||||||||||
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Meldungen zum Beben: International Institute of Seismology and Earthquake Engineering (IISEE) Meldung der japanischen Agentur Kyodo Weitere Meldung der Agentur Kyodo Aktualisierte Meldung der Agentur Kyodo Meldung des Geologischen Dienstes NRW | ||||||||||||||||||||||||
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Schweres Erdbeben unter Westpazifik (Mittwoch, 10.11.04) Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht zum Mittwoch gegen 00:58 Uhr MEZ (09:58 Uhr Ortszeit) die Inselgruppe der Solomonen im westlichen Pazifik erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,9. Das Epizentrum lag etwa 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Kira Kira auf der Insel San Cristobal. Der Erdbebenherd befand sich etwa 25 Kilometer unter dem Ozean, sodass es keine Schäden an Land gab. Hier war es kaum zu spüren. Auch eine Warnung vor möglichen Flutwellen musste nicht herausgegeben werden. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums bei der pazifischen Inselgruppe. Die Solomonen liegen etwa 2.500 Kilometer östlich von Australien im westlichen Pazifik, auf einigen dutzend Inseln leben insgesamt knapp 500.000 Menschen, davon etwa 2.000 in Kira Kira. Die Solomonen sind Teil des "Feuerrings" rund um den Pazifik und werden daher häufig von Erdbeben erschüttert. Erst am 08. Oktober dieses Jahres erzitterte vor allem die Insel San Cristobal bei einem Erdstoß der Stärke 7,1. | |
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Starkes Erdbeben bei Kreta (Donnerstag, 04.11.04) Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstag gegen 07:22 Uhr MEZ Teile Griechenlands erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,5. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer westnordwestlich von Chania, im Nordwesten der Mittelmeerinsel Kreta. Allerdings befand sich der Erdbebenherd etwa 60 bis 70 Kilometer unter der Oberfläche, sodass es keine größeren Schäden an Land geben dürfte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums nordwestlich der griechischen Insel Kreta. Das Beben war sowohl auf der Insel als auch auf dem südgriechischen Festland zu spüren. Geringe Schäden wurden auf der Insel Antikythira verzeichnet. | |
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Schweres Erdbeben vor British Columbia, Kanada (Dienstag, 02.11.04) Ein schweres Erdebeben hat um 11:02 Uhr MESZ den Meeresboden vor der Küste von British Columbia, Kanada, erschüttert. Das Erdbeben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,5 auf der Richter-Skala und ereignete sich vor der Pazifikinsel Vancouver Island, das Epizentrum lag etwa 185 Kilometer vor Port Hardy. Eine Tsunamiwarnung für die Küstenregion wurde nicht herausgegeben. Nennenswerte Schäden an Land dürfte es nicht gegeben haben. |
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Schweres Erdbeben in Rumänien (Mittwoch, 27.10.04) Am späten Mittwochabend hat ein schweres Erdbeben Teile Südosteuropas erschüttert. Das Beben erreichte nach ersten Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,0 auf der Richter-Skala und ereignete sich um 22:35 Uhr MESZ im Osten Rumäniens. Das Epizentrum lag etwa 65 Kilometer nordwestlich von Buzau und damit etwa 145 Kilometer nordöstlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Der Erdstoß war in weiten Teilen Rumäniens und Bulgariens zu spüren, ebenso in der türkischen Millionenstadt Istanbul. Da sich der Erdbebenherd aber rund 100 Kilometer unter der Erdoberfläche befand, traten nach den vorliegenden Meldungen nur geringe Schäden auf. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums nordöstlich von Bukarest. Im Jahre 1977 starben bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richter-Skala in der Region Vrancea mehr als 1.000 Menschen. | |
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Schwere Nachbeben in Japan (Montag, 25.10.04) Am späten Sonntagabend mitteleuropäischer Zeit erschütterte gegen 23:05 Uhr erneut ein starkes Nachbeben die Region im Nordwesten der Insel Honshu. Das Beben erreichte nach Angaben des japanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,6 auf der Richter-Skala, das Epizentrum lag etwa 75 Kilometer südwestlich der Stadt Niigata, wo rund 500.000 Menschen leben. (Mittwoch, 27.10.04) Ein weiteres starkes Nachbeben folgte am Mittwoch, den 27. Oktober, um 03:40 Uhr MESZ. Es erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,7 und nach japanischen Meldungen sogar die Stärke 6,1. Der Erdbebenherd befand sich 10 bis 15 Kilometer unter der Erdoberfläche. Erneut stürzten einige Gebäude ein, unter der Bevölkerung brach örtlich Panik aus. Auch in den kommenden Stunden und Tagen ist mit weiteren, teils starken Nachbeben zu rechnen. Insgesamt sind durch die schwere Erdbebenserie mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Menschen wurden aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht und viele weitere übernachten trotz Kälte in ihren Autos oder in Zelten. |
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Schwere Erdbeben in Japan (Samstag, 23.10.04) Eine Erdbebenserie, gefolgt von zahlreichen mittelschweren Nachbeben, hat am Samstag Teile der japanischen Hauptinsel Honschu erschüttert. Die Erdstöße waren auch in der Hauptstadt Tokyo deutlich zu spüren. Nach unterschiedlichen Angaben erreichten die stärksten Beben jeweils eine Stärke zwischen 5,9 und 6,9. Es gab teilweise größere Gebäudeschäden und mehr als 20 Tote sowie mehr als 2.000 Verletzte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums des ersten Erdbebens im Nordwesten der japanischen Insel Honshu. Das stärkste Beben erreichte um 10:56 MESZ (17:56 Uhr Ortszeit) nach japanischen Angaben die Stärke 6,8 und nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,9. Es erschütterte die Nordwestküste von Honshu. Dabei wurden in Ojiya einige Häuser zerstört und in Nagaoka brachen mehrere Brände aus. Dieses erste Beben ereignete sich in einer Tiefe von ca. 20 Kilometern. Das Epizentrum lag etwa 85 Kilometer südwestlich von Niigata und damit etwa 190 Kilometer nördlich von Tokyo. Weitere Beben folgten um 11:03 (Stärke 6,1) und 11:12 Uhr MESZ (Stärke 5,9). Das zweitstärkste Beben erreichte um 11:34 Uhr die Stärke 6,3 und richtete ebenfalls Schäden in der Region an. Die Herdtiefe lag bei diesem Erdstoß rund 10 Kilometer unter der Erdoberfläche. Danach folgten noch drei weitere starke Nachbeben der Stärke 5,5 bis 5,8 (12:37, 12:46 und 16:35 Uhr MESZ). Die Erdstöße ereigneten sich zwar in Küstennähe, eine Tsunamiwarnung wurde aber nicht herausgegeben. Durch das starke Hauptbeben sprangen zwei Wagen eines Shinkansen-Schnellzuges zwischen Urasa und Nagaoka aus den Schienen, verletzt wurde dabei aber nach den vorliegenden Meldungen niemand. Einige Züge wurden durch ein automatisches Warnsystem rechtzeitig abgebremst. Gleichzeitig fiel in hunderttausenden Haushalten der Strom aus. Hier noch eine Übersicht zur Erdbebenserie: Insgesamt wurden in einem Zeitraum von etwas mehr als 6 Stunden 164 spürbare Erdbeben registriert, darunter 26 Erdstöße der Stärke 4 und mehr. Sieben Beben erreichten die Stärke 5,5 und mehr. Eine solche Erdbebenserie wurde in Japan seit Beginn der Aufzeichnungen bisher noch nicht beobachtet. Zudem war das erste Beben der Stärke 6,8 das stärkste in der Region seit 1933.
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Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google Meldungen im Forum der Wetterzentrale Meldung der japanischen Agentur Kyodo Weitere Meldung der japanischen Agentur Kyodo Kyodo-Meldung vom 24.10. NASA: Earthquakes near Niigata, Japan | |||||||||||||||||||||||||||||
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Starkes Erdbeben in Eritrea (Freitag, 22.10.04) Ein mittelschweres Erdbeben hat am Freitag um 08:59 Uhr MESZ den Nordosten Eritreas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,5. Das Epizentrum lag etwa 190 Kilometer nordöstlich der Stadt Mekele und befand sich damit nahe der Küste am Roten Meer. Bei einer Herdtiefe von etwa 11 Kilometern gab es keine größeren Schäden. Die Region wird recht häufig von mittelschweren Erdbeben getroffen. Am 20. und 21. August 1989 trat eine Erdbebenserie auf, bei der 8 Erdstöße die Stärke 6 und mehr erreichten. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Küste des Roten Meeres. | |
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Meldung des USGS |
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Leichtes Erdbeben in Niedersachsen (Mittwoch, 20.10.04) Ein leichtes bis mittleres Erdbeben hat am Mittwoch um 08:59 Uhr MESZ die Lüneburger Heide in Niedersachsen erschüttert. Das Beben erreichte nach unterschiedlichen Angaben etwa die Stärke 4,2 bis 4,5. Das Epizentrum lag nach den bisherigen Erkenntnissen im Bereich Rotenburg - Soltau, in der Nähe des Ortes Neuenkirchen. In den Landkreisen Rotenburg und Soltau-Fallingbostel sowie in angrenzenden Bereichen bis hin nach Bremen, Hannover und Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein waren die Erschütterungen zu spüren. Größere Schäden dürften nicht aufgetreten sein, bei einer Herdtiefe von etwa 10 Kilometern oder mehr dürften höchstens minimale Schäden wie herabfallende Gegenstände und Bilder oder andere kleinere Auswirkungen hervorgerufen worden sein. Nach einigen Meldungen flüchteten aber zahlreiche Menschen aus Gebäuden ins Freie, viele meldeten sich besorgt bei den Polizeidienststellen. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums in der Lüneburger Heide, etwa 50 Kilometer südöstlich von Bremen. Das Erdbeben kam überraschend, zumal es in dieser Region schon längere Zeit kein so deutlich spürbares Beben mehr gegeben hat. Ein Beben der Stärke 4,0 gab es nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover in dieser Region zuletzt am 02. Juni 1977, damals war vor allem Soltau betroffen. Damit war das aktuelle Beben wohl das stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die genaue Ursache ist derzeit noch ungeklärt. | |
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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Geologie Daten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover (BGR) Meldung des USGS Seismogramme des Geologischen Landesamtes Baden-Württemberg Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google Meldungen im Forum der Wetterzentrale Weitere Diskussion im Forum der Wetterzentrale Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung Aktuelle Nachrichten von NDR4 ddp-Meldung von 11:50 MESZ Meldung von AP (12:35 MESZ) |
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Schweres Erdbeben erschüttert Taiwan (Freitag, 15.10.04) Ein schweres Erdbeben hat am Freitag um 06:09 Uhr MESZ (14:09 Uhr Ortszeit) die Pazifikinsel Taiwan erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,7 auf der Richter-Skala und ereignete sich vor der Nordostküste der Insel. Das Epizentrum lag etwa 85 Kilometer östlich der Stadt Su-ao (ca. 48.000 Einwohner) und damit etwa 130 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Taipeh (ca. 2,6 Mio. Einwohner). Der Erdbebenherd befand sich nach ersten Angaben etwa 80 bis 100 Kilometer unter der Erdoberfläche. Aus einigen Orten werden Schäden und Brände gemeldet. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums vor der Nordostküste Taiwans. Das aktuelle Erdbeben war das stärkste in der Region seit mehr als 5 Jahren. Am 20. September 1999 erschütterte ein schweres Beben der Stärke 7,7 auf der Richter-Skala die Insel. Dabei kamen etwa 2.300 Menschen ums Leben und es gab enorme Schäden. | |
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Schweres Erdbeben in Nicaragua (Sonntag, 10.10.04) Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht zum Sonntag um 23:27 Uhr MESZ (15:27 Uhr Ortszeit) Teile Mittelamerikas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,9 auf der Richter-Skala und ereignete sich an der Pazifikküste Nicaraguas. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer westlich der Stadt Rivas (ca. 20.000 Einwohner) und ebenfalls etwa 80 Kilometer südsüdwestlich der Hauptstadt Managua (ca. 860.000 Einwohner). Der Erdbebenherd befand sich nach ersten Angaben rund 60 Kilometer unter der Erdoberfläche, größere Schäden gab es daher nicht. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Westküste Nicaraguas. |
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Schweres Erdbeben erschüttert Philippinen (Freitag, 08.10.04) Am Freitagnachmittag mitteleuropäischer Zeit (nachts Ortszeit) hat ein schweres Erdbeben die Inselgruppe der Philippinen im nordwestlichen Pazifik erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,4 auf der Richter-Skala und ereignete sich im Süden der Hauptinsel Luzon. Das Epizentrum lag etwa 45 km westlich der Stadt Batangas und rund 90 km südwestlich der Hauptstadt Manila. Obwohl der Erdbebenherd nach ersten Meldungen mehr als 100 km unter der Erdoberfläche lag, gab es leichte Schäden und Stromausfälle in mehreren Städten, auch in weiten Teilen Manilas. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Süden der philippinischen Hauptinsel Luzon. |
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Schweres Erdbeben erschüttert Solomonen (Freitag, 08.10.04) Am Freitagvormittag mitteleuropäischer Zeit hat ein schweres Erdbeben den Meeresboden im westlichen Pazifik, etwa 2.000 km nordöstlich von Australien, erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,9 auf der Richter-Skala, das Tsunami Warning Center auf Hawaii geht sogar von einem Beben der Stärke 7,1 aus. Das Epizentrum lag im Bereich der Solomonen, etwa 3 km nordöstlich von Napurongo und rund 50 km SSE. von Kira Kira (ca. 2.000 Einwohner) auf der Insel San Cristobal. Der Erdstoß dürfte hier bei einer Herdtiefe von etwa 30 Kilometern deutlich zu spüren gewesen sein, über das Ausmaß der Schäden ist aber nichts bekannt. Eine Tsumamiwarnung für den Pazifik wurde nicht herausgegeben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Südosten der Inselgruppe. Die Solomonen liegen zwischen Papua Neuguinea und Vanuatu im westlichen Pazifik und im Bereich einer aktiven Erdbebenzone. Der Inselstaat ist seit 1978 selbständig und vor allem unter Tauchern bekannt. Die einzelnen Inseln sind aber meist nur sehr dünn bis überhaupt nicht besiedelt. |
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Schweres Erdbeben in Kalifornien (Dienstag, 28.09.04) Ein schweres Erdbeben hat am Dienstagabend um 19:15 Uhr MESZ Teile Kaliforniens erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,9 bis 6,0. Das Epizentrum lag bei Parkfield, zwischen Los Angeles und San Francisco. In beiden Metropolen war das Beben deutlich zu spüren. Nur 4 Minuten später folgte ein Nachbeben der Stärke 5,0 auf der Richter-Skala, weitere Nachbeben folgten, darunter mindestens drei der Stärke 4,1 und höher innerhalb der ersten 10 Minuten nach dem Hauptbeben. Da der Erdbebenherd mit etwa 8 bis 11 Kilometern recht dicht unter der Erdoberfläche lag, gab es einige leichte Schäden, Verletzte wurden aber nicht gemeldet. Die Nachbeben dürften noch viele Tage und Wochen anhalten, am 29. September gab es um 19:10 MESZ ein Nachbeben der Stärke 5,0 und zwei Minuten später eines der Stärke 4,5. Auch am Abend (MESZ) des 30. September gab es wieder ein starkes Nachbeben der Stärke 5,0. Es war ebenfalls deutlich zu spüren. Die Serie der zahlreichen, teils mittelstarken Beben dürfte noch eine Weile anhalten. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums bei Parkfield in Kalifornien. Zuletzt hatte am 22. Dezember 2003 ein schweres Erdbeben die Region im zentralen Kalifornien erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,5. Das Epizentrum lag etwa 10 Kilometer nordöstlich von San Simeon, etwa auf halber Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles. Nach den Medienmeldungen gab es vor allem in Paso Robles teilweise erhebliche Schäden an einigen Gebäuden. Zwei Menschen kamen hier beim Einsturz einer Mauer ums Leben und viele weitere wurden meist leicht verletzt. Es war das erste Beben in Kalifornien mit Toten seit 1994. | |
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Meldung des USGS Erdbeben-Meldungen von Yahoo Earthquake News by Google Meldung von CNN The Parkfield Experiment (USGS) |
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Schweres Erdbeben in der Karibik (Donnerstag, 09.09.04) Ein schweres Erdbeben hat am Donnerstagabend um 18:33 Uhr MESZ den Meeresboden in der westlichen Karibik erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,1. Das Epizentrum lag westlich von Jamaika, etwa 180 Kilometer südlich von Georgetown auf den Cayman Islands. Schäden an Land dürfte es nicht gegeben haben. Meldungen über eine mögliche Flutwelle gab es nicht. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums westlich von Jamaika. | |
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Schwere Erdbeben vor Japan (Sonntag, 05.09.04) Zwei schwere Beben erschütterten am Sonntag den Meeresboden vor Japan. An Land gab es Schäden und kleinere Flutwellen an den Küsten. Das erste Beben ereignete sich um 12:07 MESZ, es erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0. Das Epizentrum lag zwar unter dem Meer, rund 175 Kilometer vor Tsu an der Südküste der größten japanischen Insel Honschu, richtete aber auch an Land Gebäudeschäden an. Auch im etwa 400 Kilometer nordöstlich gelegenen Tokyo war das Beben deutlich zu spüren. Ein schwacher Tsunami wurde an einigen Küsten beobachtet, an der Küste von Wakayama erreichte die kleine Flutwelle eine Höhe von knapp einem Meter. Das zweite Erdbeben ereignete sich um 16:57 Uhr MESZ (kurz vor Mitternacht Ortszeit) und erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,1. Das Epizentrum lag nur wenig östlich des ersten Erdstoßes. Durch die beiden Beben wurden in der Region Kyoto mindestens 7 Menschen verletzt. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums des ersten Bebens vor der Südküste der Insel Honschu. Das Epizentrum des zweiten Bebens lag nur wenig östlicher. | |
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Meldung I des USGS Meldung II des USGS |
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Schweres Erdbeben erschüttert Sumatra (Sonntag, 25.07.04) Am Sonntagnachmittag hat sich gegen 16:35 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (nachts Ortszeit) ein schweres Erdbeben im Westen Indonesiens ereignet. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,3 auf der Richter-Skala und ereignete sich unter der Insel Sumatra, etwa 100 Kilometer südöstlich der Stadt Jambi und damit rund 500 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Jakarta. Der Erdbebenherd lag allerdings nach den vorliegenden Meldungen mehr als 500 Kilometer unter der Oberfläche, sodass kaum mit größeren Schäden zu rechnen ist. Das Epizentrum lag zwar in Küstennähe, aber eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. |
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Mittelstarkes Erdbeben im Hindukusch (Donnerstag, 15.07.04) Am Donnerstagvormittag mitteleuropäischer Zeit ereignete sich gegen 10:18 Uhr ein mittelstarkes Erdbeben im Hindukusch, im Grenzgebiet von Afghanistan zu Pakistan. Das Beben erreichte nach unterschiedlichen Angaben etwa die Stärke 5.3. Größere Schäden gab es aber nicht und über mögliche Verletzte ist auch nichts bekannt. Am frühen Donnerstagmorgen mitteleuropäischer Zeit hatte sich bereits ein schweres Erdbeben im Bereich der Fidschiinseln ereignet. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,1. Das Epizentrum lag etwa 200 Kilometer südöstlich von Lambasa auf der Fidschi-Insel Vanua Levu, der Erdbebenherd befand sich aber rund 560 Kilometer unter dem Ozran. Schäden gab es daher auf den Inseln nicht und auch eine Tsunami-Warnung für die an den Pazifik grenzenden Staaten sowie weitere Inseln wurde nicht ausgegeben. |
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Mittelstarkes Erdbeben in den Südalpen! (Montag, 12.07.04) Am Montagnachmittag ereignete sich gegen 15:04 Uhr MESZ ein mittelstarkes Erdbeben im südöstlichen Alpenraum. Das Beben erreichte nach unterschiedlichen Angaben etwa die Stärke 5. Das Epizentrum lag im Dreiländereck Österreich - Italien - Slowenien, genauer in der Nähe von Kobarid, Slowenien, etwa 60 Kilometer südwestlich von Klagenfurt, Österreich. Das Erdbeben war in weiten Teilen von Kärnten, Tirol, Südtirol, Salzburg und der Steiermark deutlich zu spüren, ebenso in weiten Teilen Norditaliens und Sloweniens. Nach Angaben des Nationalen Geophysikalischen Instituts Italiens lag das Epizentrum bei 46,33 Grad nördlicher Breite und 13,63 Grad östlicher Länge. Das Beben erreichte danach die Stärke 5,2. Der Erdbebenherd lag nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche, sodass Schäden aufgetreten sind. ![]() © by EMSC - Die Karte des Earthquake Warning System, erstellt am LDG (Paris) und am IGN (Madrid), zeigt die Lage des Epizentrums am südöstlichen Alpenrand. Nach ersten vorliegenden Meldungen rannten im Nordwesten Slowenien viele Menschen in Panik auf die Straßen. An zahlreichen Gebäuden entstanden Schäden und die Kommunikationsverbindungen in der betroffenen slowenischen Region wurden größtenteils unterbrochen. Nach Angaben des slowenischen Rundfunks sollen in Kobarid einzelne Häuser eingestürzt sein. Ein Bergsteiger starb in Slowenien unter einer Steinlawine, ein weiterer wurde verletzt, insgesamt gab es 7 Verletzte. Im österreichischen Villach gab es dagegen keine nennenswerten Schäden. Erdbeben in der Region Balkan - Alpen sind recht häufig, die meisten richten allerdings kaum Schäden an. Das aktuelle Beben war das stärkste in Slowenien seit dem 12. April 1998, als ein Erdstoß der Stärke 5,6 weite Teile des Landes erschütterte. Auch damals lag das Epizentrum im Grenzgebiet zu Italien bei Kobarid. Es gab Erdrutsche und Straßen wurden blockiert. Etwa 200 Häuser und eine Kirche wurden beschädigt, ein Mensch wurde verletzt, einer starb bei dem Erdstoß. Das damalige Beben war auch in Kroatien, Ungarn, Italien, Österreich und Teilen Süddeutschlands bis nach München zu spüren. Bei einem noch stärkeren Erdbeben kamen am 06. Mai 1976 im nahe gelegenen italienischen Friaul etwa 1.000 Menschen ums Leben. | |
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| Einige Links zum Beben: |
Meldung des USGS Bilder und Meldungen bei 24ur.com (slowenisch) Meldung von RTV SLO (slowenisch) Meldung des ORF Österreich Earthquake News by Google |
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Tote bei Erdbeben in der Türkei (Freitag, 02.07.04) In der Nacht zum Freitag hat ein starkes Erdbeben den äußersten Osten der Türkei erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,3. Das Epizentrum lag etwa 65 Kilometer ölich von Karakose (ca. 70.000 Einwohner) in der Provinz Agri, die an den Iran sowie an Armenien und Aserbaidschan grenzt. Die armenische Stadt Yerevan mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern befindet sich nur 70 Kilometer vom Epizentrum entfernt, hier war das Beben ebenfalls zu spüren. Der Erdbebenherd lag mit rund 20 Kilometern recht flach unter der Oberfläche, dutzende Gebäude stürzten auf türkischer Seite ein und es gab mindestens 18 Tote und zahlreiche Verletzte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im äußersten Osten der Türkei. |
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Schweres Erdbeben in Alaska! (Montag, 28.06.04) Am Montag hat in den Mittagsstunden mitteleuropäischer Zeit ein schweres Erdbeben den Süden Alaskas erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,7. Das Epizentrum lag etwa 90 Kilometer westlich von Craig und damit etwa 1.000 Kilometer nordwestlich der kanadischen Stadt Vancouver. Der Erdbebenherd lag nach den ersten Messungen mit rund 20 Kilometern recht flach unter dem Meer, an Land gab es aber keine größeren Schäden. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Süden Alaskas. Das Beben ereignete sich also unter dem Meer, ein Tsunami wurde aber nach den vorliegenden Meldungen nicht beobachtet. Entsprechende Warnungen vor einer solchen, oft pazifikweiten Flutwelle wurde daher vom Pacific Tsunami Warning Center nicht herausgegeben. | |
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Meldung des USGS Meldung des Alaska Earthquake Information Center Seismogramm Yellowstone des USGS |
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Starkes Erdbeben im Süden Mexikos! (Dienstag, 14.06.04) In der Nacht zum Dienstag (kurz vor 18 Uhr Ortszeit) hat sich an der Pazifikküste im Süden Mexikos ein starkes Erdbeben ereignet. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,6. Das Epizentrum lag etwa 140 Kilometer WSW von Oaxaca im gleichnamigen Bundesstaat und damit gut 350 Kilometer SSE. von Mexico City bei einer Herdtiefe von nur 10 Kilometern. Dabei ist zwar mit leichten Schäden zu rechnen, größere Auswirkungen sind aber eher unwahrscheinlich. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Süden des Landes. Hier wurden teilweise Strom- und Telefonleitungen unterbrochen. Vor allem die Pazifikküste Mexikos wird immer wieder von schweren Erdstößen erschüttert. Sie treffen meist weniger dicht besiedelte Regionen im Süden und Südwesten des Landes. Allerdings können stärkere Beben eine deutliche Fernwirkung auf die Hauptstadt Mexiko-Stadt haben, da die Stadt größtenteils auf einem ehemaligen, aufgeschütteten See gebaut wurde. Der Kiesboden wird zusätzlich in Schwingungen versetzt und lässt die Häuser auch bei Erdbeben einstürzen, die sich wie im Jahre 1985 hunderte Kilometer entfernt ereignen. Damals starben nach unterschiedlichen Angaben etwa 10.000 Menschen. Dieses Mal ist die Hauptstadt offensichtlich glimpflich davongekommen. | |
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Meldung des USGS Meldungen von Yahoo |
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Schweres Erdbeben im Iran (Freitag, 28.05.04) Am Freitagnachmittag gegen 14:39 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat ein schweres Erdbeben Teile des Iran erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6.2 auf der Richter-Skala und ereignete sich im Norden des Landes. Das Epizentrum lag etwa 70 Kilometer nordnordöstlich von Teheran und etwa 140 Kilometer westsüdwestlich von Sari und auch in der Hauptstadt war das Beben deutlich zu spüren. Viele Menschen rannten hier in Panik auf die Straßen. Bei der Stärke des Bebens und einer Herdtiefe von etwa 25 Kilometern muss mit erheblichen Schäden und Opfern gerechnet werden. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA gab es in Baladeh und Yush, Vororten von Chalous im Norden Teherans, einige Zerstörungen und auch mehrere Menschen starben unter den Trümmern, näheres ist noch nicht bekannt. Das geologische Institut in Teheran meldet "nur" die Stärke 5.5, geht aber ebenfalls von Schäden aus. Fast alle anderen Erdbebenwarten kommen dagegen auf Werte um 6 und darüber. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums nördlich von Teheran. Erst vor 5 Monaten hatte am 26. Dezember 2003 ein Erdstoß der Stärke 6,6 die Stadt Bam im Süden des Landes verwüstet. Dabei kamen nach den letzten vorliegenden Angaben etwa 26.200 Menschen ums Leben und mehr als 30.000 wurden verletzt. In Bam wurden 85 Prozent der Gebäude entweder stark beschädigt oder ganz zerstört. In den meist aus Lehm gebauten Häusern hatten viele Menschen kaum eine Chance. Das Beben löste zahlreiche Erdrutsche aus, es war nach den Erkenntnissen des amerikanischen Erdbebendienstes USGS wahrscheinlich das stärkste Erdbeben in der Region Bam seit mehr als 2.000 Jahren. Der Iran wird immer wieder von schlimmen Erdbeben erschüttert, da sich hier die Arabische Erdplatte unter die eurasische Platte schiebt und beim Verhaken Spannungen aufbaut. Im Juni 2002 starben bei einem Beben der Stärke 6,1 im Nordwesten des Landes 305 Menschen und etwa 95.000 Menschen wurden obdachlos. Im Mai 1997 kamen bei einem Erdstoß der Stärke 7,5 im Nordosten des Iran bis zu 2.400 Menschen ums Leben und nur wenige Monate zuvor starben im Februar 1997 im Nordwesten etwa 800 Menschen. Das schlimmste Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich aber am 21. Juni 1990 mit der Stärke 7,7 an der Küste des Kaspischen Meeres. Die Zahl der Toten belief sich damals auf etwa 40.000 bis 50.000 und die Schäden summierten sich auf rund 8 Millarden US-Dollar. Auch in früheren Jahren gab es in nahezu allen Teilen des Iran immer wieder schlimme Erdbebenkatastrophen. So erschütterte am 16. September 1978 ein heftiges Beben der Stärke 7,8 auf der Richter-Skala den Osten des Landes, wo nach den vorliegenden Schätzungen etwa 15.000 Menschen ums Leben kamen. Insgesamt starben im Iran in den vergangenen 100 Jahren weit mehr als 150.000 Menschen durch Erdbeben. Eine Übersicht mit den schlimmsten Beben im Iran sehen Sie hier:
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| Einige Links dazu: |
Meldung des USGS Meldungen von Yahoo | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anmerkung: | Durch das Erdbeben kamen nach späteren Meldungen mehr als 60 Menschen ums Leben, viele davon auf einer wichtigen Straße, die von der hauptstadt Teheran aus nach Norden ins Gebirge führt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Starkes Erdbeben bei Sizilien! (Mittwoch, 05.05.04) Am Mittwoch Nachmittag gegen 15:39 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat ein starkes Erdbeben die Liparischen Inseln nördlich von Sizilien / Süditalien erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,5 auf der Richter-Skala und nach Angaben des italienischen Erdbebendienstes die Stärke 5,3. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer nordwestlich von Messina / Sizilien. Der Erdbebenherd lag nach den ersten Messungen mit rund 220 bis 250 Kilometern sehr tief unter dem Meer, größere Schäden sind daher nicht zu erwarten. Ein möglicher Zusammenhang mit vulkanischer Tätigkeit auf den Liparischen Inseln ist noch offen. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums nördlich von Sizilien. Das aktuelle Erdbeben war das stärkste in der Region seit dem September 2002. Das damalige Beben in der Nacht zum 06. September 2002 ereignete sich etwas weiter westlich und erreichte nach Angaben der Erdbebenwarte auf Sizilien die Stärke 5,6. Durch herabfallende Trümmer wurden zahlreiche Menschen in und um Palermo verletzt, zwei Menchen kamen durch Herzinfarkt ums Leben. Der Erdbebenherd lag damals allerdings nur rund 10 Kilometer unter dem Meer. |
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Schweres Erdbeben in Chile! (Montag, 03.05.04) Am Montag morgen gegen 06:37 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat ein schweres Erdbeben die chilenische Küste erschüttert. Nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes erreichte das Beben die Stärke 6,6. Das Epizentrum lag im unmittelbaren Küstenbereich, etwa 90 Kilometer südlich der Stadt Concepción und damit etwa 515 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago. Da sich der Erdbebenherd nach ersten Meldungen nur rund 30 Kilometer unter der Erdoberfläche befand, dürfte es Schäden gegeben haben. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der chilenischen Küste. Der Erdstoß dauerte gegen 00:37 Uhr Ortszeit etwa 50 Sekunden und war in den Provinzen 7 bis 9 der von Nord nach Süd durchnummerierten chilenischen Provinzen deutlich zu spüren. Über größere Schäden ist nichts bekannt, es gab aber zumindest im unmittelbaren Bereich des Epizentrums in Lebu und Cañete Stromausfälle und einige Schäden. Gegen 02:40 Uhr schreckte ein starkes Nachbeben die Bewohner erneut auf. |
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Schweres Erdbeben in Afghanistan! (Dienstag, 06.04.04, 00:15 Uhr) Am Montag Abend gegen 23:24 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat ein schweres Erdbeben den Nordosten Afghanistans erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,6. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer südöstlich der Stadt Feyzabad und damit etwa 275 Kilometer nordöstlich von Kabul. Bei einer Herdtiefe von fast 200 Kilometern ist in der dünn besiedelten Region kaum mit größeren Schäden in den wenigen Ortschaften zu rechnen. Meldungen dazu liegen aber so kurz nach dem Beben im abgelegenen und gebirgigen Hindukusch noch nicht vor, es soll aber einige Opfer gegeben haben. Der Erdstoß war auch im benachbarten Pakistan deutlich zu spüren. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Nordosten von Afghanistan. Die Region wurde in der Vergangenheit immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert und mehrfach kamen tausende Menschen ums Leben, zuletzt war dies im März 2002 der Fall. |
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Schweres Erdbeben in Marokko! (Dienstag, 24.02.04) In der Nacht zum Dienstag hat ein schweres Erdbeben die marokkanische Mittelmeerküste erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes gegen 03:27 Uhr MEZ die Stärke 6,5. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 15 Kilometer südwestlich von El Hoceima nahe der Mittelmeerküste und damit etwa 160 Kilometer nordöstlich der Stadt Fes. In der spanischen Exklave Melilla war das Beben heftig zu spüren, ebenso wurden auf dem spanischen Festland Erschütterungen wahrgenommen. Nach ersten Meldungen gab es erhebliche Schäden und zahlreiche Tote. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums an der Mittelmeerküste des Landes. Das aktuelle Beben war das stärkste in Marokko seit mehreren Jahrzehnten. Das bisher folgenreichste Erdbeben in Marokko ereignete sich in der Nacht zum 01. März 1960 (00:40 Uhr MEZ), als die Stadt Agadir nahezu vollständig zerstört wurde. Etwa 13.100 Menschen kamen ums Leben. Das Beben erreichte damals nur die Stärke 5,7. Das Zentrum des Erdstoßes lag aber sehr dicht direkt unter der Stadt, daher die enormen Schäden. Auch historische Daten lassen auf mehrere heftige Erdbeben schließen. So starben am 15. April 1757 im Westen des Landes rund 3.000 Menschen und am 01. November 1755 gab es im Raum Tanger im Nordwesten Marokkos etwa 10.000 Tote. Mehr auch in einer Meldung des USGS |
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Mittelstarkes Erdbeben in Frankreich! (Montag, 23.02.04) Am Montag Abend hat gegen 18:31 Uhr MEZ ein mittelstarkes Erdbeben den Osten Frankreichs erschüttert, es war auch in Teilen der Schweiz und im äußersten Südwesten Deutschlands zu spüren. Berichte dazu liegen unter anderem aus Bern und aus dem Schwarzwald vor. Die ersten Stärkeangaben liegen zwischen 4,5 und 5,5 auf der Richter-Skala, nach Angaben der französischen Erdbebenwarte in Paris erreichte es die Stärke 5,3. Das Epizentrum lag nordöstlich der französischen Stadt Besancon in wenigen Kilometern Tiefe. Meldungen über größere Schäden oder gar Verletzte liegen nicht vor, allerdings fiel in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum teilweise der Strom aus. ![]() © by esem-esmc - Die Karte zeigt die Lage des Epizentrums im Osten Frankreichs. Fast genau auf den Tag vor einem Jahr erschütterte ein Beben der Stärke 5,4 etwa dieselbe Region. Am Abend des 22. Februar (Samstag) gab es im Teilen Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz ein starkes Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala gegen 21:41 Uhr MEZ, schwächere folgten wenig später. Das Epizentrum lag in den Vogesen in Frankreich, etwa 80 Kilometer westsüdwestlich von Straßburg und rund 100 Kilometer südlich von Saarbrücken. |
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Schwere Erdbeben in Pakistan! (Samstag, 14.02.04) Teile Pakistans wurden am Samstag Mittag mitteleuropäischer Zeit von zwei starken Erdbeben erschüttert. Das erste Erdbeben erreichte um 11:30 Uhr MEZ nach unterschiedlichen Angaben etwa die Stärke 5,1 bis 5,4 auf der Richter-Skala, das zweite um 12:57 Uhr die Stärke 5,2 bis 5,5. Beide Beben ereigneten sich im äußersten Norden des Landes. Das Epizentrum lag jeweils etwa 200 Kilometer nordöstlich der Stadt Peshawar. Da sich der Erdbebenherd nur etwa 20 bis 40 Kilometer unter der Erdoberfläche befand, gab es hier erhebliche Schäden und nach den vorliegenden Meldungen auch zahlreiche Tote und Verletzte. |
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Neues schweres Erdbeben in Indonesien! (Samstag, 07.02.04) In der Nacht zum Samstag mitteleuropäischer Zeit wurde die indonesische Provinz Irian Jaya erneut von einem schweren Erdbebwen erschüttert. Das Beben erreichte nach vorläufigen Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,1 auf der Richter-Skala und ereignete sich rund 10 Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Epizentrum lag etwas südlicher als beim Beben am Donnerstag Abend. Über Opfer und Schäden ist noch nichts bekannt. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Westteil von Irian Jaya im Osten des Landes. |
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Schweres Erdbeben in Indonesien! (Donnerstag, 05.02.04) Der Osten Indonesiens wurde am Donnerstag Abend mitteleuropäischer Zeit um 22:05 MEZ (06:05 Uhr Ortszeit am Freitag Morgen) von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Erdbeben erreichte nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die vorläufige Stärke 6,8 auf der Richter-Skala und ereignete sich auf dem zu Indonesien gehörenden Westteil der Insel Papua Neuguinea. Das Epizentrum lag etwa 90 Kilometer westnordwestlich der Stadt Enarotali. Da sich der Erdbebenherd nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche und unmittelbar in der Nähe der Stadt Nabire befand, gab es hier erhebliche Schäden und nach ersten vorliegenden Meldungen auch zahlreiche Tote und Verletzte. ![]() © by USGS - Die Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt die Lage des Epizentrums im Westteil von Irian Jaya im Osten des Landes. ![]() © by USGS - Diese Karte des amerikanischen Erdbebendienstes zeigt alle Erdbeben der Stärke 7 und mehr in der Region seit dem Jahre 1900. Zahlreiche Erdstöße haben seitdem das Gebiet rund um den Westteil der Provinz Irian Jaya erschüttert. Das aktuelle Erdbeben ereignete sich im Bereich einer rund 500 Kilometer breiten, diffusen Plattengrenze, an der sich die philippinische Platte westwärts gegen die australische Platte bewegt die mit Nordostkurs dagegendrückt. Das südostasiatische Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. In den meisten Fällen halten sich die Schäden bei Beben der Stärke 5 bis 8 auf der Richter-Skala in Grenzen. Das aktuelle Beben ereignete sich aber sehr dicht unter der Erdoberfläche in unmittelbarer Nähe einer Stadt. Es war das stärkste Beben seit dem Oktober 2002, als sich ein Erdstoß der Stärke 7,6 weiter westlich in der Provinz Irian Jaya ereignete. Damals starben in der Region Manokwari 8 Menschen und mindestens 632 wurden verletzt. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Viele Gebäude wurden von einer Flutwelle überschwemmt, die in Oransbari und Ransiki eine geschätzte Höhe von 3 bis 5 Metern erreichte und in Manokwari etwa 1 Meter hoch war. Auch in Nabire war das Beben damals deutlich zu spüren. Auch in den vergangenen Jahrzehnten forderten schwere Erdstöße immer wieder zahlreiche Menschenleben. Am 12. September 1979 kamen bei einem Beben der Stärke 7,9 in Irian Jaya 15 Menschen ums Leben. Die Schäden wurden damals auf 5 bis 25 Millionen US-Dollar geschätzt. Ein weiteres Beben erreichte am 09. September 1985 die Stärke 6,3 und forderte weiter im Südosten 10 Tote. Bei einem weiteren Beben der gleichen Stärken wurden 9 Jahre später 28 Menschen verletzt. Und am 08. September 2002 erschütterte ein Erdstoß der Stärke 7,6 die Nordküste, etwa 1.000 Kilometer weiter im Osten. Dabei kamen 6 Menschen um und eine etwa 1 Meter hohe Flutwelle richtete erhebliche Schäden an. Mehr zum Beben in einer Meldung des USGS |
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