| Hurrikan FELIX | von Thomas Sävert |
![]() Zugbahnkarte von Unisys |
Hier erfahren Sie mehr zum sechsten System der atlantischen Hurrikansaison 2007. Um den 25. August zog eine Wellenstörung von Afrika aus auf den Atlantik hinaus. Etwa auf halber Strecke zwischen Afrika und den Kleinen Antillen formierten sich die Schauer und Gewitter dieser Störung allmählich um ein Zentrum und wurden am 31. August 250 bis 300 Kilometer östlich der südlichen Kleinen Antillen zu einer Tropischen Depression heraufgestuft. Diese zog nach Westen und verstärkte sich. Am 01. September wurde die Depression zum sechsten Tropischen Sturm der Saison mit dem Namen "Felix" heraufgestuft, während er die Kleinen Antillen im Bereich Grenada überquerte. "Felix" verstärkte sich sehr rasch und wurde innerhalb von weniger als 24 Stunden von einer Depression zum zweiten Hurrikan der Saison 2007 heraufgestuft. "Felix" zog weiter in Richtung West bis Westnordwest und wurde unter günstigen Bedingungen rasch zu einem sehr starken Hurrikan, der die Nordküste Südamerikas mit den vorgelagerten ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao) streifte. In der Nacht zum 03.09. erreichte "Felix" die höchste Stufe 5 auf der Hurrikan-Skala. Zeitweise reichten die mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 270 km/h mit Spitzenböen bis etwa 325 km/h. Für einen so starken Hurrikan lag der tiefste Luftdruck im Zentrum mit 929 Hektopascal relativ hoch, allerdings war "Felix" zu der Zeit ein sehr kleiner Hurrikan und zwischen dem Zentrum und der Umgebung bauten sich enorme Druckunterschiede auf. Nach Dean war "Felix" bereits der zweite Hurrikan der höchsten Stufe 5 auf der Hurrikanskala in der Saison 2007. Am 03.09. abends mitteleuropäischer Zeit schwächte sich der Hurrikan etwas ab auf die Stufe 4, jedoch verstärkte sich "Felix" kurz vor Erreichen des mittelamerikanischen Festlandes wieder auf die höchste Stufe 5 mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 260 km/h. "Felix" traf am Dienstag (04.09.) in den Mittagsstunden (MESZ) auf den Nordosten Nicaraguas, auch Honduras, Belize, Guatemala und Teile Mexikos waren vor allem von sehr starken Regenfällen betroffen. Über dem bergigen Land schwächte sich der Hurrikan schnell ab, etwa 12 Stunden nach Erreichen des Festlandes wurde er zu einem Tropischen Sturm herabgestuft. Am 05.09. wurde "Felix" über Honduras zu einer Depression herabgestuft. In der Region fielen weiter teils große Regenmengen. Nach den bisher vorliegenden Meldungen kamen vor allem in Nicaragua zahlreiche Menschen ums Leben. Mindestens 130 Tote sind inzwischen gemeldet, die Zahl kann aber noch deutlich ansteigen und genaue Zahlen wird es vielleicht nie geben. (Für alle Grafiken gilt: Zum Vergrößern bitte anklicken!) |